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Hunde I

Erfahrungen mit Hundezüchtern.

Auf diesen Seiten berichte ich von Erfahrungen und Erlebnissen, die beim Kauf von Welpen und/oder Hunden gemacht wurden. Es wird auch von Erlebnissen berichtet, die besonders vorbildlich oder auch sehr negativ waren. Es geht hier nicht um Schlammschlachten, sondern um Tatsachen und Aufklärung. Einige Vorfälle habe ich selber erlebt, andere stammen von Personen, die sich vertrauensvoll an mich gewendet haben.

Die Welpen und Hunde können nicht sprechen, dafür gibt es meine Seiten!

 

Der Sinn der Aufklärung soll sein, das Kitten- und Welpenkäufer die Tiere nur bei verantwortungsbewussten Züchtern kaufen, die ihre Tiere auch artgerecht halten und gegen keine bestehende Tierschutzgesetze oder andere Gesetze verstossen.

Folgende Information gebe ich weiter, die Personen, die mir diese Informationen zur Verfügung stellen, werden nicht namentlich genannt und auch nicht die unseriösen Züchter:

Alles was hier aufgeführt ist, habe ich selber, z.T. auch mit Zeugen erlebt und werde es bei Bedarf vor Gericht unter Eid schwören, da ich selbst dabei anwesend war! Wenn Zeugen anwesend waren, trifft dies auch für die Zeugen zu.

Erlebnisse, die ich hatte und die mir ein wichtiges positives Bild gaben, habe ich grün markiert!

Erlebnisse, die mir für mich ein negatives Bild gaben, habe ich rot markiert!

Vor 9 Jahren hatte ich den Wunsch, mir endlich einen eigenen Hund zuzulegen. Damals war ich, wie viele andere auch, noch sehr unerfahren damit. Mein Wunsch war ein Terrier, mir gefiel der Westie am besten, jedoch kam ich dank eines erfahrenen Hundebesitzers sehr schnell davon ab. Ich erfuhr durch ihn, das sie damals schon wegen der Caesar-Werbung überzüchtet waren, viele hatten z.B. Hautprobleme.

Ich machte mich also schlau und fand heraus, das der Westie aus dem Cairn-Terrier heraus gezüchtet wurde. Die Cairn Terrier waren selten vertreten und noch einigermassen unverdorben da es kein Modehund war.

Ich suchte und suchte und fand dann eine Annonce eines für mich seriös wirkenden Züchters in der Nähe von Bremen. Also fuhr ich hin und schaute mir die Welpen an. In dem Wurf waren nur noch 2 Welpen zu verkaufen, ein Rüde und eine Hündin. Da ich keinen Rüden wollte, blieb mir nur die Wahl, unentschieden wieder nach Hause zu fahren.

Der Welpe war etwas ängstlich und kam nicht frei von sich aus auf mich zu. Damals war ich eben einfach noch zu unerfahren, so dass mir das nichts sagte. Betsy hiess die Kleine, hatte natürlich einen Stammbaum und kostete stolze 1200 DM.

Betsy liess sich nicht von vorne anfassen, wenn man sie von vorne an den Schultern anfassen wollte, lief sie voller Panik zurück. Heute weiss ich, das der Züchter sie immer von vorne packte, wenn er sie einem Käufer vorzeigen wollte.

Ich war jedoch glücklich mit dieser Hündin, mit viel Liebe bekam ich sie nach ca. 6 Monaten dazu, dass sie volles Vertrauen zu mir hatte, Fremden gegenüber blieb sie jedoch immer sehr reserviert und ängstlich.

Als sie dann knapp ein dreiviertel Jahr alt war, durch die Hundeschule hat sie viel gelernt, dank Elena und Helmut Martin (Moorhof Martin), hatte ich den Wunsch, eine zweite Hündin dazu zu holen. Hunde sind Rudeltiere, der Mensch als Rudelführer kann jedoch keinen Hund als Rudelpartner ersetzen. Ich wünschte mir eine Jack-Russel Terrier Hündin. Da ich schon durch Betsy gelernt habe, dachte ich mir, es muss kein Hund mit Stammbaum sein denn durch Betsy habe ich erfahren, das man durch einen Stammbaum und einen offiziellen Züchter noch keine Gewissheit hat, das der Hund als Welpe vom Züchter gut behandelt wird oder keine Verhaltensstörungen ausweisst.

Andererseits ist der Kauf eines Welpen ohne Papiere oder von einem Hundezüchter, der keinen VDH-Rassehundverein angehört, eventuell wesentlich riskanter.

Ich suchte sehr lange, von Beginn der Suche bis hin zu dem Tag als ich Lea sah, verging fast ein Jahr. Ich lass eine Annonce einer Frau in der Nähe von Emden, die auf einem Bauernhof lebte. Als die Hobbyzüchterin Frau Gini Vogelsang mir sagte, dass ich jederzeit vorbei kommen kann, gefiel mir das schon mal sehr gut.

Was ich dann erlebte, prägte mich sehr stark, so positiv war der Eindruck! Als ich das Haus betrat, wurde ich nicht nur von Frau Vogelsang, sondern auch von einer witzigen bellenden aber trotzdem schwanzwedelnen Hündin freundlich begrüsst

Ich konnte sie sofort  anfassen, sie begrüsste mich und war absolut vertraulich, als ob ich sie schon kennen würde, einfach genial. Sie ging dann mit mir in das Welpenzimmer, in dem dann 7 Welpen schwanzwedelnd auf mich zukamen, keine hatte Angst. Sie knabberten überall an mir rum, zogen mir die Schuhbänder auf, es sind eben Jackies.

Ich wollte unbedingt eine Hündin haben und ich hatte sogar mehrere zur Auswahl, da ich jedoch keinen unterschied im Verhalten sah, war ich fast überfordert. Ich suchte mir dann einfach die Hündin, mit dem für mich schönsten Muster aus. Bis heute ist Lea mir eine so liebe und treue Hündin, das ich der Frau Vogelsang bis heute sehr dankbar bin. Heute weiss ich, das sie sehr liebevoll mit den Welpen umgegangen ist, das sie und Ihre Kinder die Welpen sehr positiv geprägt haben.

Mein Bekanntenkreis wurde dann durch eine neue und mir sehr wichtige Freundin erweitert, es war jedoch in Bezug auf Tiere ein sehr trauriger Start. Sie hatte eine 10 jährige Airdale-Terrier Mix Hündin. Sie hatte sich vergiftet und wir fuhren dann mit ihr zum Tierarzt, jedoch auch für eine sofortige Behandlung war es schon zu spät. Sie starb am darauf folgenden Tag. Wir haben sie beide unter Tränen begraben.

Nach einigen Monaten wurde ihr Wunsch nach einer Hündin immer grösser. Sie ging auf Grund von Annoncen zu den Züchtern, um sich Welpen anzusehen. Ich begleitete sie immer dabei, da ich ja in Bezug auf Hundezüchter auch schon einiges erlebt habe. Jedoch passte immer irgend etwas nicht, entweder erlebten wir ängstliche Welpen, uns wurde z. T. die Mutter nicht gezeigt oder Haltung der Tiere gefiel uns nicht.

Dann fanden wir eine Annonce einer angeblichen seriösen Züchterin in der Nähe von Hasellünne. Als wir dort ankamen, es war ein alter Bauernhof, ging sie mit uns zu dem Abschnitt, in dem der ehemalige Stall war. In einem ziemlich dunklen Flur sollten wir warten. Sie kam mit einen Welpen, der wie ein Pudel-Mischling aussah, er war schwarz. Sie wollte uns diesen Welpen als Sheltie-Bordercollie Mischling für 200 EUR verkaufen.

Ich äusserte den Wunsch, die Mutter einmal sehen zu können, prompt brachte sie den Welpen wieder weg, mit der Begründung, da der Welpe gerade entwöhnt ist, darf er nicht mit der Mutter zusammen sein. Hier stand für uns schon fest, das hier mit Sicherheit von uns kein Welpe gekauft wird. Ich wollte aber wissen, was sie hier so abzieht, denn ich tat mit Absicht recht unwissend.

Als sie den Welpen wegbrachte schaute ich in den Gang, in dem sie verschwand, dort stand eine Tür halboffen, da waren mehrere Schweineboxen, die mit Brettern verkleidet waren. In diesen Boxen waren verschiedenartig aussehende Welpen zu sehen, jedoch keine Muttertiere.

Sie kam dann mit einer Sheltie-Hündin auf dem Arm herein. Mir fiel sofort auf, das sie gar kein Gesäuge hatte und ich bat die Frau, die Hündin doch einmal auf den Boden zu setzen.

Sie setzte die Hündin ab, diese jedoch bleib wie angewurzelt stehen und zitterte ein wenig. An dieses Erlebnis muss ich bis heute denken, was muss diese Hündin durchgemacht haben? Wir gingen dann natürlich prompt weg, ich bemerkte noch, das dieser Welpe nicht von der Sheltie-Hündin ist und die Hündin selber total verängstigt ist, was uns absolut nicht gefällt!

Wir hatten nach diesem Erlebnis erst einmal für einige Wochen die Nase voll, fassten dann jedoch wieder Mut und versuchten noch einmal, einen Welpen aus eine liebevollen Zucht mit wirklich artgerechter Haltung zu finden.

Wir stiessen dann auf eine Annonce eines in Beesten lebenden Hundeliebhabers, es war ein älteres Ehepaar, das uns begrüsste. In der Annonce boten sie Mischlinge einer französischen Laufhund-Hündin an. Sie begründeten es, das ein Mallör passiert sei, als die Hündin läufig war, sie war abgehauen. Sie zeigten uns unaufgefordert die Papiere der Hündin und im Wohnzimmer waren einige Pokale zu sehen, in der Wohnung hingen einige Bilder ihrer Hündin.

In der Küche ging es direkt zum Waschraum, die Tür stand offen und uns begrüsste wenig bellend die Mutter schwanzwedelnd. Besuch muss ja angekündigt werden. In einer Wurfkiste waren dann mehrere sehr witzig aussehende Welpen zu sehen. Vom Fell und von den Farben her war für mich gut zu erkennen, das es gem. Bemerkung des Züchters eventuell ein Jack-Russel Rüde der Vater ist. Die Frau erwähnte ja, das in der Nachbarschaft so ein Jackie-Rüde lebte.

Die Welpen liessen sich alle ohne Probleme anfassen, wirkten sehr aufgeweckt und sahen richtig gesund und fit aus. Als sie dann alle ausserhalb der Wurfkiste rumliefen, sah man schon gut die Unterschiede im Verhalten. Es waren freche und auch etwas vorsichtig verhaltende Welpen dabei, wobei man das nicht mit Angst vertauschen darf. Eine gewisse gesunde Skepsis ist auch bei Welpen angebracht. Man konnte auch schon sehr gut erkennen, wer besonders dominant unter den Welpen ist.

Meine Freundin entschied sich erst nach einen dreimaligen Besuch, als wir uns sehr lange mit den Welpen beschäftigt hatten, für eine Hündin mit schwarzweissen Fell. Sie war nicht der absolute Raufbold aber auch nicht zurückhaltend. Dies ist für alle, die sich einen Welpen zulegen möchten, ein ganz wichtiger Punkt. Lassen Sie sich Zeit! Entscheiden Sie nie sofort. Ein wirklich seriöser Züchter gibt Ihnen auch diese Zeit!

Das Ehepaar erwähnte noch, das sie keinesfalls vor 10 Wochen rausgehen und wir uns sie jederzeit ansehen könnten, da wir ja in der Nähe wohnten.

Sie zeigten noch, wie die Welpen ihr Futter bekommen und welches Futter sie verwenden.

Meine Freundin war dann noch zweimal dort, ich bestand immer darauf, dabei zu sein.  Die Welpen hatten sich immer prächtiger entwickelt. Dann war es endlich so weit, ihr Welpe war die einzige, der noch da war, da ich ihr damals empfohlen hatte, sie erst mit 12 Wochen abzuholen. Das ältere Ehepaar hatte das sofort akzeptiert, als ich es begründetet, das meine Freundin sich sicher sein will, das die Prägungsphase der Mutter ausreichend und komplett abgeschlossen ist.

Nach den Formalitäten durfte sie dann den Welpen mit nach Hause nehmen. Wir fragten noch, ob wir vielleicht nach 1 bis 2 Monaten noch einmal vorbei kommen dürfen, damit sie sehen, wie der Welpe sich entwickelt. Das empfanden sie als selbstverständlich und sie würden ihren Welpen gerne wieder einmal sehen, wenn er einige Monate älter ist.

Die Ehefrau erwähnte noch, das wir uns auch jederzeit an sie wenden könnten, wenn wir Fragen haben oder es irgendwelche Probleme geben sollte.

Soviel zu den Erlebnissen, dich ich beim Welpenkauf alleine oder mit Freunden erlebt habe.

Dinge die ein wichtiges positives Bild geben, habe ich grün markiert!

Erlebnisse, die einen zu denken geben sollten, habe ich rot markiert!

Wenn es immer so laufen würde, gäbe es wesentlich weniger Problemhunde aber das wird wohl immer ein Wunschtraum bleiben. Die positive Prägung des Züchters auf die Welpen ist ein wichtiger Bestandteil, ebenso wie die Prägung der Mutter auf Ihre Babys.

Eine positive und gesunde Prägung des Menschen auf den Welpen sorgt für einen lebensfrohen und vom Verhalten her gesunden und geeigneten Welpen als Familienmitglied.

Andererseits zeigt sich aber auch, das sogar verhaltensgestörte erwachsene Hunde, bei geduldiger und liebevoller Pflege eines Menschen, der einen Draht zu solchen Tieren hat, das Vertrauen eines solchen Hundes wieder gewinnen kann.

Gerade diese Hunde können dann die treuesten, dankbarsten und liebsten Familienhunde werden, wenn sie dann endlich ein liebevolles Zuhause gefunden haben.

Die Hunde haben keine Schuld daran. Es sind wir Menschen, die die Fäden in der Hand halten. Bitte unterstützen Sie nicht die Geldgier der Massenzüchter und Hundehändler. Auch wenn Ihnen die Hunde leid tun.

Informieren Sie lieber das zuständige Veterinäramt, wenn Sie auf einen Züchter stossen, die ihre Hunde nicht Artgerecht halten. Wenn Sie einem armen Hund eine Chance geben wollen, dann wenden Sie sich lieber an den Tierschutz.

 

Damit die Seiten hier nicht zu lang werden, geht es weiter mit:

Jeder, der gegen das Tierschutzgesetz verstösst, kann mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe geahndet werden. Wer eine Person, die gegen Tierschutzgesetze verstösst, in welcher Form auch immer, unterstützt, macht sich gem. Tierschutzgesetz wegen Beihilfe  auch strafbar.

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